Einladung zu einer gemeinsamen „Reise“!

In den nächsten Monaten laden wir alle zu einer gemeinsamen „Wanderung“ ein.  Mit Wanderkarte, Kompass, gutem Schuhwerk und einer großen Brotzeit-Box möchten wir uns aufmachen.  Doch keine Angst, es wird ein Weg sein, den wir alle gemeinsam schaffen und der uns durch herrliche Landschaften führen wird. Manche Wegabschnitte werden uns bekannt vorkommen, andere betreten Neuland. Der Gemeindevorstand hat sich keinen Weg vorüberlegt, auf dem er nun vorangeht und alle anderen zum nachlaufen einlädt. Das ist nicht unser Stil. Stattdessen hat sich die Gemeindeleitung vier Fragen überlegt, die uns auf der Wanderung begleiten sollen.  Sozusagen vier Impulse, die Antwort geben werden auf die Fragen:

 

WOHER kommen wir? WOHIN gehen wir? WOZU gibt es uns?

 

1. Wegetappe: WOHER kommen wir?

Woher kommen eigentlich die Menschen, die mit mir zusammen auf der Wanderung unterwegs sind? Was sind ihre grundlegenden Werte in ihrem Verhalten? Kann ich mich auf eine solche Reise einlassen? Wie reagieren die Menschen, wenn es anstrengend wird, wenn Nebel aufzieht, der Weg unsicher wird und Spannungen entstehen. Welche grundlegenden Werte kommen dann zu Tage? Wir möchten uns also nicht einigen, wie wir uns in Zukunft verhalten möchten, sondern wir haben den Mut auf dieser Wanderetappe zu erkennen, welche Werte ich einbringen kann, und an welchen ich noch wachsen möchte. Wir einigen uns auch nicht darauf, wie wir unser Leben und unsere Gemeinde nach außen hin christlich erscheinen lassen können, sondern wir erkennen mutig, wie unser Leben und unsere Gemeinde von Außenstehenden wahrgenommen wird. Diese Fragen werden uns auf der ersten Etappe beschäftigen. Quasi zum Einlaufen oder Warmup.

 

2. Wegetappe:

In der zweiten Etappe teilen wir beim gemütlichen gehen unsere tragenden Glaubensinhalte, die uns in der Not Sicherheit und Geborgenheit gegeben haben. Wir erzählen uns unsere eigenen Geschichten und Erlebnisse, die wir mit Gott gemacht haben.  Vielleicht gab es für uns ganz wichtige Menschen, Bibelworte, Gebete oder Lieder, die uns etwas von Gottes Liebe deutlich machten und die uns veränderten. Gerade in der Not zeigen sich oft die Dinge, die wichtig sind und Bedeutung haben und die unwichtigen Dinge, über die man zwar viel reden kann, aber die sich nicht als tragend und Lebensnot-Wendend erwiesen haben.

 

3. Wegetappe: WOHIN gehen wir?

Warum sind wir eigentlich miteinander unterwegs? Wir kennen unsere grundlegenden Werte und tragenden Glaubensinhalte, doch was bewegt uns in die gleiche Richtung? Was verbindet uns? Auf dieser dritten Etappe, möchten wir uns genau mit dieser Frage beschäftigen. Was ist die uns motivierende Vision, die uns in die gleiche Richtung bewegt. Wir sind davon überzeugt, dass es besser ist für jedes Leben, sowie für jede Gemeinde, wenn sie die Wege Gottes geht. Oder anders ausgedrückt: Es kommt darauf an, dass wir dem Bilde Gottes ähnlicher werden und darum möchten wir Gott fragen, welches Bild er von unserem Leben und von unserer Gemeinde hat,
dem wir immer ähnlicher werden wollen. Und dazu ist es wichtig auf Gott zu schauen und auf ihn zu hören. Genau das möchten wir auf diesem dritten Abschnitt miteinander lernen.  Mutig fragen wir: „Herr, wohin sollen wir gehen“ (Joh 6,68). Die Betonung liegt auf dem WIR! Es wird spannend sein, was Gott uns zu sagen hat. Die Verheißung, dass Gottes Stimme seine Menschen hören, wird uns dabei leiten. Sind wir für das Reden Gottes offen? Sind wir bereit unsere Vorstellungen von Leben und Gemeinde loszulassen und sich ganz in den Willen Gottes hineinzubegeben? Loslassen fällt uns oft sehr schwer: Vorstellungen, Vorurteile, Gewohntes, Liebgewordenes. Aber es fällt uns leichter, wenn ich mir gewiss sein darf, dass nach dem Loslassen ich keine leeren Hände vor mir habe, sondern dass Gott mir sein Bild in unsere Hände legt, das wir gemeinsam immer mehr gestalten dürfen.

 

4. Wegetappe: WOZU gibt es uns?

Die vierte und letzte Etappe unserer Wanderung gibt uns Antwort auf die Frage nach dem WOZU. Wozu gibt es unsere Gemeinde. Was ist der Sinn unserer Existenz. Gott wird nach dem WOHIN uns auch das WOZU zeigen. Wir suchen einen ganz konkreten Auftrag, der uns zu einer Gemeinschaft eint, in der Gott gerne sein Zelt aufschlägt und mit uns Gemeinschaft hat.  Es wird ein Auftrag sein, für den wir uns mit Freude einsetzen können, weil wir den Sinn erkannt und die Frage nach dem „Wozu“ beantwortet haben. Ein Auftrag, wenn er von Gott kommt, führt immer über uns selbst hinaus. Und das ist immer ein Abenteuer.

 

Rastplätze!

Auf unserer gemeinsamen Reise werden die Rastplätze ganz wichtig sein. Orte, wo wir zur Ruhe kommen, auftanken, Kraft schöpfen. Orte der Sammlung, wo wir uns einander begegnen und erzählen können, welche Eindrücke wir auf der zurückgelegten Strecke hatten. Dabei werden unsere Gottesdienste ganz wichtig sein. Sie werden in dieser Zeit auch immer wieder an den jeweiligen Fragen angepasst. Weitere Raststätten bilden z.B. unsere „Sing & Pray“ Abende. Sie eigenen sich wunderbar um auf Gott zu hören, Glaubenserfahrungen zu teilen und Eindrücke zur Gemeinde zu sammeln.  Unsere Hauskreise sind eingeladen diese Themen aufzugreifen und der Gemeinde zurückzumelden, was ihnen wichtig wurde.  Vielleicht bilden sich neue Gruppen, die für eine überschaubare Zeit sich um diesen Rastplatz sammeln. Ein gemeinsamer Bibelleseplan soll jedem Reisenden Orientierung geben. Wie eine Art Kompass richtet er uns mit Bibeltexten an Gott aus. Auch dazu ist jede und jeder eingeladen neue geistliche Erfahrungen zu machen. In der Kirche hängt ein großes Reisetagebuch. Auch das lädt ein, seine Gedanken mit anderen zu teilen.

Auf dieser gesamten Reise wird es darauf ankommen, dass wir uns nicht einander davon überzeugen wollen, was wir für die Gemeinde wichtig halten und wo hin wir denken, dass unsere Wanderung gehen sollte, sondern wir möchten einander das bezeugen, was Gott uns in der Vergangenheit und auch in der Zukunft zeigen wird.
Wir vertrauen also darauf, dass Gott uns bei der gemeinsamen Reise zeigt, was uns verbindet und was uns ein tragendes Fundament als Gemeinschaft geben wird. Das wird das Plus sein, das uns in unserer Bewegung als Gemeinde über uns selbst hinaus führt.
Wir freuen uns auf diese spannende Reise und fühlt euch alle ganz herzlich dazu eingeladen, ob als Gast oder als regelmäßiger Gottesdienstbesucher.
 
Euer/Ihr Gemeindevorstand.